Spanische Gründer in Deutschland – oOkoko

“Keine Angst vor wilden Farben!” – Interview von Ingo Rütten mit Vanesa Galassi über Erfolge und Schwierigkeiten bei der Gründung ihrer außergewöhnlichen Modeboutique oOkoko in Frankfurt. Für La Guía. “Keine Angst vor wilden Farben!”
Wenn man das Geschäft oOkoko auf der Brückenstraße 33 betritt, bekommt man sofort gute Laune: im Gegensatz zum strengen Auftritt vieler Modeboutiquen geht es hier ganz konsequent farbenfroh zu. Und gleichzeitig ist es eine erwachsene, stylische, mediterrane Mode – und avanciert so zum Geheimtipp all jener Frauen, die einen individuellen Modestil bevorzugen. Wir sprechen mit der Inhaberin Vanesa Galassi über ihre Erfahrungen aus den ersten 12 Monaten Selbstständigkeit.

Vanesa, die Brückenstraße in Frankfurt-Sachsenhausen hat sich in den letzten Jahren zum Zentrum für kleine, trendige Modeboutiquen entwickelt. Was unterscheidet oOkoko von den anderen Geschäften hier?

Ich habe von Anfang an eine ganz eigenständige Idee für mein Geschäft gehabt: ich möchte keine Einheitsmode verkaufen, sondern einen sehr eigenen Stil repräsentieren. Deshalb importiere ich meine Mode selbst – häufig von kleinen, in Deutschland unbekannten Labels aus Spanien. Außerdem kaufe ich aus jeder Kollektion immer nur kleinste Mengen, so dass ich meine Kundinnen laufend mit neuen Stücken überraschen kann, die hier sonst kaum einer hat. Diese Exklusivität wird auch sehr geschätzt und wir haben in kurzer Zeit eine sehr treue Stammkundschaft aufbauen können.

Was unterscheidet die spanische Mode von Kleidung aus Deutschland, Frankreich, Italien?

Ich glaube, diese Mode ist weniger konservativ, unterhaltsamer und origineller. Meine deutschen Kundinnen müssen sich manchmal erst ein wenig an diese Fröhlichkeit gewöhnen, aber wenn sie einmal entdeckt haben, wie man farbenfrohe Mode mit klassischen Stücken kombinieren kann, haben sie großen Spaß daran, ihren ganz eigenen Stil zu kreieren. Aber ich bin nicht auf spanische Labels festgelegt – genauso führe ich kleine Marken aus Israel, den Niederlanden und Skandinavien. Manche davon sogar exklusiv in Deutschland.

Aber Sie führen nicht nur Mode?

Von Anfang an, war meine Idee, auch Künstlern eine Plattform zu bieten. Deshalb bekommt man bei mir auch Gemälde, Kunstdrucke, Möbelunikate und ausgefallene, handgemachte Accessoires. Mein Geschäft ist gleichzeitig auch eine Galerie, in der es immer etwas Neues zu entdecken gibt. Regelmäßig veranstalten wir auch Vernissagen und Events.

Was ist aus Ihrer Sicht das Erfolgsrezept für ein gutes Modegeschäft?

Nun, zum einen ist die Lage sehr wichtig. Im Vorfeld habe ich mir verschiedene Standorte angesehen und letztendlich kam für mich nur die Brückenstraße in Frage, denn hier finde ich das richtige Klientel und habe Laufkundschaft, die mein Geschäft durch Zufall entdeckt. Dann ist es wichtig, ein eigenständiges Konzept zu haben. Und es braucht natürlich sehr viel Energie und Begeisterung: ich bin jeden Tag von 10-19 Uhr selbst im Geschäft, 6 Tage die Woche.

Können Sie jedem den Schritt in die Selbstständigkeit empfehlen?

Sicher ist das nicht für jeden Menschen geeignet. Ich habe mir damit aber einen Traum erfüllt und es keine Minute bereut. Bei meiner Arbeit für verschiedene Modefirmen, u.a. habe ich das Visual Merchandising für desigual in Barcelona und Deutschland betreut, konnte ich eine Menge wichtige Branchenerfahrung sammeln, die mir heute hilft. Aber vielleicht noch wichtiger ist Begeisterung und Leidenschaft für das was man tut, denn das ist der wichtigste Antrieb, um auch die Schwierigkeiten der Selbstständigkeit erfolgreich zu meistern. Es macht mir einfach Spaß, mit meinen Kunden zu reden, sie zu beraten und das Kleidungsstück oder Accessoire für sie zu finden, dass ihnen steht und sie ein wenig glücklich macht.

oOkoko: fashion. objects. art, Brückenstr. 33, 60594 Frankfurt-Sachsenhausen, www.ookoko.de, geöffnet Mo-Sa 10-19 Uhr

Das Interview führte der Marketingberater und Gründungscoach Ingo Rütten. www.venturebrain.de

 

 

 

 

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